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04 — Spezialeingriff

Instrument- &
Stift­entfernung in Kiel.

Ein abgebrochenes Feileninstrument oder ein festsitzender Wurzelstift bedeutet nicht das Aus für Ihren Zahn. Mit Mikroskop und Ultraschall gelingt die Entfernung in 80–90 % der Fälle.

Was ist das?

Zugang
freimachen.

Manchmal blockieren Fremdkörper im Wurzelkanal die Behandlung — ein abgebrochenes Feileninstrument von einer früheren Wurzelbehandlung oder ein einzementierter Wurzelstift, der entfernt werden muss, um den Kanal zu erreichen.

Beide Situationen waren früher häufig der Anlass für eine Extraktion. Heute lassen sich mit mikroskopischen Spezialtechniken und ultraschallaktivierten Werkzeugen die allermeisten Fragmente und Stifte sicher entfernen — ohne den Zahn zu opfern.

Die Entfernung ist immer der Beginn einer weiterführenden Behandlung — meist einer Wurzelkanal-Revision.

Welche Fremdkörper?

Zwei häufige
Hindernisse.

In der mikroskopischen Endodontie sehen wir vor allem zwei Arten von Fremdkörpern, die entfernt werden müssen.

Frakturierte Endo-Instrumente

Wurzelkanalfeilen aus Stahl oder Nickel-Titan können bei der Behandlung brechen — meist im apikalen Drittel. Solange das Fragment den Kanal nicht abdichtet, ist eine Revision technisch ausgeschlossen, bis es entfernt ist.

Wurzelstifte

Glasfaser-, Titan- oder gegossene Stifte aus früheren Aufbau-Versorgungen. Müssen entfernt werden, um Zugang zum Wurzelkanal zu schaffen — bei Revision oder bei Verdacht auf Wurzelfraktur darunter.

Unser Werkzeugkasten

Wie wir
Fremdkörper lösen.

Die Entfernung ist Millimeter-Präzisionsarbeit. Wir kombinieren Mikroskop, Ultraschall und spezialisierte Mikrowerkzeuge.

Mikroskop bis 25 ×

Ohne Vergrößerung „blind". Mit Mikroskop sehen wir das Fragment, seinen Sitz und alle Strukturen drumherum.

Ultraschall

Feine ultraschallaktivierte Ansätze lockern Fragmente und Stifte durch hochfrequente Vibration — schonend für die Zahnsubstanz.

Spezialwerkzeuge

Masseran-Trepane, IRS-System, Cancellier-Adapter, Loop-Systeme — für jeden Stift und jedes Fragment das passende Mikrowerkzeug.

DVT-Planung

Bei komplexen Fällen Lokalisation des Fragments in 3D — wir wissen vor der Behandlung exakt, wo es liegt.

Substanzschonung

Wir entfernen nur so wenig Zahnsubstanz wie nötig — damit der Zahn nach der Behandlung stabil bleibt.

Anschließende Versorgung

Nach Entfernung sofortige Weiterbehandlung — meist Revision oder bei Bedarf Wurzelspitzenresektion.

Ablauf

Die Entfernung
Schritt für Schritt.

01

Diagnostik

Röntgen / DVT zur Lokalisation. Beurteilung von Lage, Tiefe und Art des Fremdkörpers.

02

Aufklärung

Wir besprechen Erfolgsaussichten und Risiken offen — keine falschen Versprechen.

03

Lokalanästhesie & Kofferdam

Schmerzfreie Behandlung in trockenem, bakterienfreiem Arbeitsfeld.

04

Mikroskopischer Zugang

Direkter Sichtkontakt zum Fremdkörper unter 25-facher Vergrößerung.

05

Ultraschall-Lockerung

Schwingungen lösen die Verbindung zwischen Fremdkörper und Zahnsubstanz.

06

Entfernung mit Mikrowerkzeug

Je nach Situation: Loop, Trepan, Cancellier-Adapter oder Pinzette.

07

Kontrolle

Mikroskopische und radiologische Kontrolle — wir prüfen vollständige Entfernung.

08

Weiterbehandlung

Direkter Übergang in Revision oder geplante Folgesitzung.

80–90%
Erfolgsrate

Mikroskopisch durchgeführte Entfernung frakturierter Instrumente.

>90%
Stiftentfernung

Glasfaser-, Titan- und Gussstifte lassen sich in über 90 % entfernen.

1
Sitzung

Meist eine Sitzung à 60–90 Minuten — oft direkt in Revision übergehend.

Kosten

Was kostet
die Entfernung?

Die Entfernung von Fragmenten oder Stiften ist eine spezialisierte Leistung, die in der Regel als Privatleistung berechnet wird.

Richtwerte

  • Entfernung Endo-Fragment: ca. 250–600 €
  • Glasfaser-/Titanstift-Entfernung: ca. 200–450 €
  • Gegossener Stift / Cancellier: ca. 350–650 €
  • Bei mehreren Fragmenten / komplexer Lage: nach Aufwand

Die Entfernung ist meist der erste Schritt einer Revision — die Gesamtkosten besprechen wir transparent vor Behandlungsbeginn.

Häufige Fragen

Antworten
vor dem Termin.

Die häufigsten Patientenfragen — direkt beantwortet.

Wie hoch sind die Erfolgschancen, ein Instrument zu entfernen?

Bei mikroskopischer Entfernung mit Ultraschall 80–90 %, abhängig von Lage, Größe und Art des Fragments. Frakturierte Instrumente im geraden Kanalverlauf sind meist gut zu entfernen, im stark gekrümmten apikalen Drittel anspruchsvoller.

Kann jeder Wurzelstift entfernt werden?

Die meisten Wurzelstifte — Glasfaser-, Titan- und gegossene — können mit Mikroskop und Ultraschall entfernt werden. Bei sehr langen oder verkeilten Stiften ist die Entfernung aufwendiger, gelingt aber in über 90 % der Fälle ohne Zahnverlust.

Was, wenn das Fragment nicht entfernt werden kann?

Wir prüfen vor der Behandlung Erfolgsaussichten anhand DVT. Wenn die Entfernung zu risikoreich oder unmöglich erscheint, kommen alternative Strategien in Frage:

  • Umgehung des Fragments im Wurzelkanal (bypass)
  • Belassen des Fragments bei suffizienter Versorgung
  • Wurzelspitzenresektion als chirurgische Lösung
Ist die Behandlung schmerzhaft?

Unter Lokalanästhesie ist die Behandlung schmerzfrei. Nach der Behandlung sind leichte Druckempfindlichkeiten normal und klingen rasch ab.

Wie lange dauert eine Sitzung?

Typischerweise 60–90 Minuten. In den meisten Fällen genügt eine Sitzung, in der wir direkt im Anschluss die Revision starten.

Was kostet die Entfernung?

Die Kosten liegen meist zwischen 250 und 600 Euro für ein Fragment oder einen Stift, abhängig von Komplexität. Wir erstellen vor Behandlungsbeginn einen transparenten Kostenvoranschlag.

Brauche ich eine Überweisung?

Nein — Sie können direkt einen Termin vereinbaren. Aktuelle Röntgenbilder oder DVT-Aufnahmen bringen Sie nach Möglichkeit mit.

Termin

Fragment oder Stift?
Wir prüfen.

Bringen Sie aktuelle Röntgenbilder mit. Wir besprechen die Erfolgsaussichten ehrlich.