Frontzahn nach Trauma
Ein abgestorbener Schneidezahn wird mit der Zeit gräulich — typisch bei Sturz- oder Sportunfällen, oft Jahre nach dem Ereignis sichtbar.
Wenn ein wurzelbehandelter Zahn dunkler wird als die Nachbarzähne. Die Walking-Bleach-Technik hellt von innen auf — sicher mit zervikaler Sicherheitsbarriere.
Internes Bleaching — auch Walking-Bleach-Technik genannt — ist die schonende kosmetische Aufhellung eines wurzelbehandelten Zahnes, der sich verfärbt hat. Das Bleichmittel wird nicht von außen aufgetragen, sondern von innen in die Pulpakammer eingebracht.
Warum „Walking"? Die Einlage „spaziert" im Zahn — sie wirkt zwischen den Behandlungsterminen, während der Patient seinen Alltag normal weiterführt. In 1 bis 4 Sitzungen wird die Einlage gewechselt, bis das Wunschergebnis erreicht ist.
Der entscheidende Sicherheitsfaktor ist die zervikale Barriere: Bevor das Bleichmittel eingebracht wird, schichten wir eine dichte Versiegelung am Zahnhals — sie verhindert externe zervikale Resorptionen, die bei älteren Bleaching-Techniken auftreten konnten.
Internes Bleaching ist die spezifische Antwort auf innere Zahnverfärbungen — meist bei einzelnen wurzelbehandelten Zähnen.
Ein abgestorbener Schneidezahn wird mit der Zeit gräulich — typisch bei Sturz- oder Sportunfällen, oft Jahre nach dem Ereignis sichtbar.
Klassische Wurzelfüllmaterialien (besonders silberhaltige) verfärben das Dentin von innen — Jahre nach der Behandlung sichtbare Grauverfärbung.
Nach Absterben der Pulpa zerfallen Blutreste im Zahn — die Abbauprodukte führen zu einer auffälligen Verfärbung.
Was internes Bleaching von älteren Verfahren unterscheidet: Sicherheitsbarriere, mikroskopische Kontrolle, schonende Materialien.
Schicht aus Glasionomer-Zement oder Komposit am Zahnhals — verhindert, dass Bleichmittel ins Wurzelfüllungs-/Knochenbereich austritt. Schutz vor externer Resorption.
Vor der Einlage entfernen wir alle Verfärbungsreste aus der Pulpakammer unter 25-facher Vergrößerung — das verbessert das Bleach-Ergebnis erheblich.
Natriumperborat oder niedrigprozentiges Carbamidperoxid — wirksam, aber sanft. Hochkonzentrierte Wasserstoffperoxid-Lösungen vermeiden wir.
Wir nähern uns dem gewünschten Helligkeitsgrad schrittweise in 1–4 Sitzungen, um Überbleaching zu vermeiden — der Zahn soll natürlich aussehen.
Prüfung der Wurzelfüllung — sie muss dicht und vollständig sein. Bei undichter Versorgung zuerst Revision, dann Bleaching.
Bakterienarmes Arbeitsfeld. Wir entfernen Versorgungsmaterial und legen die Pulpakammer frei.
Alle Verfärbungsreste werden unter 25-facher Vergrößerung entfernt. Die Pulpakammer wird sorgfältig gespült.
Schicht aus Glasionomer-Zement am Zahnhals — Schutz vor externer Resorption.
Natriumperborat oder Carbamidperoxid wird in die Pulpakammer eingebracht. Provisorischer dichter Verschluss.
Nach 5–10 Tagen Termin zum Wechseln — wir prüfen den Aufhellungsgrad. 1–4 Wechsel sind typisch.
Wenn das Wunschergebnis erreicht ist: vollständige Reinigung, dichter Komposit-Verschluss der Zugangskavität.
Wir prüfen Helligkeitsstabilität und schließen externe Resorptionen aus.
Sichtbare Aufhellung bei wurzelbehandelten Einzelzähnen mit innerer Verfärbung.
Anzahl der Einlagen-Wechsel — je nach Ausgangs-Verfärbung.
Mittlere Haltbarkeit des Bleach-Ergebnisses — bei Bedarf wiederholbar.
Internes Bleaching ist eine rein kosmetische Leistung und wird als Privatleistung berechnet. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt sie nicht. Privatversicherte erhalten häufig eine teilweise Erstattung.
Wir besprechen die Gesamtkosten transparent vor Behandlungsbeginn — Sie wissen genau, was auf Sie zukommt.
Die häufigsten Fragen unserer Patienten.
Internes Bleaching ist die Methode der Wahl, wenn ein einzelner wurzelbehandelter Zahn dunkler oder grauer wird als die Nachbarzähne. Es ist effektiver als äußeres Bleaching, weil es direkt die Verfärbungsursache im Zahninneren behandelt.
Bei korrekter Anwendung mit zervikaler Sicherheitsbarriere (Schutz gegen externe zervikale Resorption) ist internes Bleaching ein sicheres Verfahren. Voraussetzungen: dichte Wurzelfüllung und sorgfältige Technik.
Wichtig: Frühere Bleaching-Techniken (1980er-Jahre, ohne Schutzbarriere) konnten externe Resorptionen auslösen. Heutige Verfahren mit Barriere haben dieses Risiko praktisch eliminiert.
Studien zeigen Stabilität über 5–10 Jahre und länger. Bei einigen Patienten kann sich der Zahn nach Jahren leicht nachverfärben — eine erneute Behandlung ist dann meist unkompliziert möglich.
In der Regel 1 bis 4 Sitzungen à 15–30 Minuten, zwischen denen jeweils 5–10 Tage Wartezeit liegen. Die Einlage wirkt während dieser Zeit kontinuierlich im Zahn.
Nein. Der Zahn ist wurzelbehandelt — die Nerven sind also nicht mehr da. Die Behandlung ist schmerzfrei, eine Anästhesie nicht erforderlich.
Nur, wenn sie nicht dicht ist. Eine dichte Wurzelfüllung ist Voraussetzung für sicheres Bleaching — ist sie es nicht, machen wir vorher eine Revision.
Internes Bleaching kostet meist 250–600 Euro für einen Zahn, abhängig von der Anzahl der Einlagen-Wechsel. Wir erstellen vor Behandlungsbeginn einen schriftlichen Kostenvoranschlag.
Externes Bleaching (z. B. Home-Bleaching mit Schienen oder Office-Bleaching) wird auf alle Zähne von außen aufgetragen — wirkt bei vitalen Zähnen mit gleichmäßiger Verfärbung. Internes Bleaching arbeitet nur am einzelnen verfärbten Zahn von innen, gezielt und effektiv.
Internes Bleaching ist oft Teil eines größeren Behandlungspakets.
Falls die Wurzelfüllung nicht dicht ist — vor dem Bleaching erneuern.
Mehr erfahren PrimärBei abgestorbener Pulpa — vor dem Bleaching erst die Wurzel versorgen.
Mehr erfahren RisikoMit zervikaler Barriere praktisch ausgeschlossen — aber Kontrolle wichtig.
Mehr erfahren VitalerhaltungWenn ein junger Zahn nach Trauma noch lebt — bevor Bleaching nötig wird.
Mehr erfahrenInternes Bleaching direkt buchbar. Sichere Walking-Bleach-Technik mit zervikalem Schutz.