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06 — Therapie der Resorption

Wurzel­
resorption in Kiel.

Wenn die Zahnwurzel von innen oder außen abgebaut wird — ein meist symptomloser, langsamer Prozess. Mit DVT-Diagnostik und mikroskopischer Therapie stoppen wir den Abbau und erhalten den Zahn.

Was ist das?

Der stille
Substanzverlust.

Eine Wurzelresorption ist der pathologische Abbau von Zahnhartsubstanz an der Wurzel. Spezialisierte Zellen (Klastenzellen) lösen Dentin und Wurzelzement auf — von innen aus dem Wurzelkanal heraus oder von außen vom umgebenden Gewebe.

Resorptionen verlaufen meist symptomlos und werden zufällig im Röntgenbild entdeckt — oft im Rahmen einer anderen Behandlung. Genau das macht sie tückisch: Wenn Schmerzen auftreten, ist der Schaden oft schon fortgeschritten.

Die Behandlung hängt von Art und Lage der Resorption ab. Manche lassen sich orthograd (durch den Wurzelkanal) versorgen, andere brauchen einen chirurgischen Zugang. In jedem Fall gilt: Je früher, desto besser die Erhaltungschancen.

Welche Arten?

Drei Formen
der Resorption.

Die richtige Diagnose ist die Basis jeder Therapie. Wir unterscheiden drei klinisch relevante Formen:

Interne Resorption

Vom Wurzelkanal aus — durch chronische Pulpitis. Erscheint im Röntgen als Aufhellung „im Zahn". Therapie: Wurzelkanalbehandlung mit Reinigung des Defekts und MTA-Versiegelung.

Externe zervikale Resorption (ECR)

Von außen am Zahnhals — oft nach KFO oder internem Bleaching. Häufig sichtbar als rosa Verfärbung. Therapie: chirurgischer Zugang und MTA-Versiegelung, evtl. kombiniert mit Wurzelfüllung.

Externe entzündliche Resorption

Apikal oder seitlich — nach Trauma oder bei chronischer apikaler Entzündung. Therapie: schnelle Wurzelfüllung und Entzündungsbehandlung, in schweren Fällen WSR.

Häufige Ursachen

Warum
entstehen sie?

In vielen Fällen lässt sich ein Auslöser identifizieren — manchmal bleibt die Ursache unklar (idiopathisch).

Zahntrauma

Schlag oder Sturz auf den Zahn — auch wenn keine sichtbaren Schäden bleiben, kann eine Resorption Jahre später entstehen.

Kieferorthopädie

Bei zu schneller oder kräftiger Zahnbewegung kann Wurzelmaterial abgebaut werden — meist apikal.

Internes Bleaching ohne Schutz

Frühere Bleaching-Techniken ohne dichten zervikalen Verschluss konnten externe zervikale Resorptionen auslösen. Heute mit Sicherheitsbarriere — Risiko deutlich reduziert.

Chronische Entzündung

Eine über Jahre bestehende apikale Parodontitis kann externe entzündliche Resorption auslösen.

Parodontale Erkrankung

Bei tiefen Taschen und chronischer Entzündung kann sich Resorption am Wurzelhals etablieren.

Idiopathisch

Bei einem Teil aller Resorptionen lässt sich keine Ursache identifizieren — auch hier ist eine Therapie meist möglich.

Ablauf

Diagnostik und
Therapie.

01

Klinische Untersuchung

Inspektion, Vitalitätsprüfung, Sondierung. Bei zervikaler Resorption manchmal sichtbar als rosa Verfärbung des Zahnhalses.

02

DVT-Diagnostik

3D-Bildgebung zeigt Art, Lage und Ausdehnung der Resorption — und damit die Erhaltungsmöglichkeit. Bei jeder Resorption Pflicht.

03

Therapieplan

Je nach Art: orthograd (durch den Zahn), chirurgisch (Zugang von außen) oder kombiniert. Wir besprechen Optionen offen.

04

Zugang & Reinigung

Mikroskopische Entfernung des Resorptionsgewebes. Bei interner Resorption durch Wurzelkanal, bei ECR durch Schleimhautlappen.

05

MTA-Versiegelung

Biokeramische Materialien dichten den Defekt dauerhaft ab und sind körperverträglich. Sie unterstützen die Geweberegeneration.

06

Wurzelkanalbehandlung

Bei interner Resorption ist die Wurzelfüllung Teil der Therapie. Bei externer Resorption nur, wenn Pulpa beteiligt.

07

Stabile Versorgung

Aufbaufüllung oder Krone — Sicherung gegen erneute Bakterienpenetration.

08

Engmaschige Kontrolle

Resorptionen können nach Behandlung wieder beginnen — Kontrollen nach 3, 6 und 12 Monaten radiologisch.

75–90%
Erhaltungsrate

Bei früher Diagnose und gezielter Therapie — abhängig von Art und Stadium.

DVTerf.
3D-Diagnostik

Resorptionen sind ohne DVT oft nicht korrekt zu beurteilen.

Früh
= besser

Frühe Behandlung verbessert die Erhaltungschancen erheblich.

Kosten

Was kostet
die Therapie?

Die Behandlung von Resorptionen ist komplex und wird in der Regel als Privatleistung berechnet. Der Aufwand variiert deutlich je nach Art und Lage.

Richtwerte

  • Interne Resorption (orthograd): ca. 700–1.200 €
  • Externe zervikale Resorption (chirurgisch): ca. 900–1.500 €
  • Externe entzündliche Resorption: ca. 600–1.000 €
  • DVT-Diagnostik: ca. 100–250 €

Wir erstellen vor Behandlungsbeginn einen transparenten schriftlichen Kostenvoranschlag.

Häufige Fragen

Antworten
zur Resorption.

Die häufigsten Fragen unserer Patienten — direkt beantwortet.

Was ist eine Wurzelresorption?

Ein pathologischer Abbau von Zahnhartsubstanz an der Wurzel. Spezialisierte Zellen (Klastenzellen) lösen Dentin und Zement auf — entweder von innen (interne Resorption) oder von außen (externe Resorption).

Häufige Ursachen: Trauma, kieferorthopädische Behandlung, internes Bleaching ohne Schutz, chronische Entzündung, idiopathisch.

Tut eine Resorption weh?

Meist nein. Resorptionen verlaufen über Monate bis Jahre symptomlos. Schmerzen treten erst auf, wenn die Resorption die Pulpa erreicht oder wenn eine sekundäre Infektion entstanden ist. Genau das macht sie tückisch — sie werden oft zufällig im Röntgenbild entdeckt.

Wie wird eine Resorption diagnostiziert?

Resorptionen werden meist als Zufallsbefund im 2D-Röntgen entdeckt. Zur Beurteilung von Art, Ausdehnung, Lage und Therapieoptionen ist fast immer ein DVT (3D-Röntgen) erforderlich.

Kann der Zahn erhalten werden?

Bei früher Diagnose und gezielter Therapie kann der Zahn in vielen Fällen erhalten werden. Entscheidend sind Art, Ausdehnung und Zeitpunkt der Behandlung. Bei fortgeschrittener ankylosierender Ersatzresorption (vor allem nach Replantation) ist der Erhalt langfristig oft nicht möglich.

Wie wird die Resorption gestoppt?

Wir entfernen mikroskopisch das Resorptionsgewebe (die aktiven Klastenzellen) und versiegeln den Defekt mit MTA oder biokeramischem Material. Damit ist der Prozess unterbrochen — die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs sinkt deutlich.

Ist nach der Behandlung alles vorbei?

Resorptionen können in seltenen Fällen wieder aktiv werden. Daher: engmaschige radiologische Kontrolle nach 3, 6 und 12 Monaten — bei stabilem Befund anschließend jährlich.

Brauche ich eine Überweisung?

Nein. Sie können direkt einen Termin vereinbaren. Bringen Sie aktuelle Röntgenbilder mit, das beschleunigt die Diagnostik.

Termin

Resorption diagnostiziert?
Wir helfen.

Bringen Sie Röntgenbilder mit. DVT-Diagnostik direkt in der Praxis.