Interne Resorption
Vom Wurzelkanal aus — durch chronische Pulpitis. Erscheint im Röntgen als Aufhellung „im Zahn". Therapie: Wurzelkanalbehandlung mit Reinigung des Defekts und MTA-Versiegelung.
Wenn die Zahnwurzel von innen oder außen abgebaut wird — ein meist symptomloser, langsamer Prozess. Mit DVT-Diagnostik und mikroskopischer Therapie stoppen wir den Abbau und erhalten den Zahn.
Eine Wurzelresorption ist der pathologische Abbau von Zahnhartsubstanz an der Wurzel. Spezialisierte Zellen (Klastenzellen) lösen Dentin und Wurzelzement auf — von innen aus dem Wurzelkanal heraus oder von außen vom umgebenden Gewebe.
Resorptionen verlaufen meist symptomlos und werden zufällig im Röntgenbild entdeckt — oft im Rahmen einer anderen Behandlung. Genau das macht sie tückisch: Wenn Schmerzen auftreten, ist der Schaden oft schon fortgeschritten.
Die Behandlung hängt von Art und Lage der Resorption ab. Manche lassen sich orthograd (durch den Wurzelkanal) versorgen, andere brauchen einen chirurgischen Zugang. In jedem Fall gilt: Je früher, desto besser die Erhaltungschancen.
Die richtige Diagnose ist die Basis jeder Therapie. Wir unterscheiden drei klinisch relevante Formen:
Vom Wurzelkanal aus — durch chronische Pulpitis. Erscheint im Röntgen als Aufhellung „im Zahn". Therapie: Wurzelkanalbehandlung mit Reinigung des Defekts und MTA-Versiegelung.
Von außen am Zahnhals — oft nach KFO oder internem Bleaching. Häufig sichtbar als rosa Verfärbung. Therapie: chirurgischer Zugang und MTA-Versiegelung, evtl. kombiniert mit Wurzelfüllung.
Apikal oder seitlich — nach Trauma oder bei chronischer apikaler Entzündung. Therapie: schnelle Wurzelfüllung und Entzündungsbehandlung, in schweren Fällen WSR.
In vielen Fällen lässt sich ein Auslöser identifizieren — manchmal bleibt die Ursache unklar (idiopathisch).
Schlag oder Sturz auf den Zahn — auch wenn keine sichtbaren Schäden bleiben, kann eine Resorption Jahre später entstehen.
Bei zu schneller oder kräftiger Zahnbewegung kann Wurzelmaterial abgebaut werden — meist apikal.
Frühere Bleaching-Techniken ohne dichten zervikalen Verschluss konnten externe zervikale Resorptionen auslösen. Heute mit Sicherheitsbarriere — Risiko deutlich reduziert.
Eine über Jahre bestehende apikale Parodontitis kann externe entzündliche Resorption auslösen.
Bei tiefen Taschen und chronischer Entzündung kann sich Resorption am Wurzelhals etablieren.
Bei einem Teil aller Resorptionen lässt sich keine Ursache identifizieren — auch hier ist eine Therapie meist möglich.
Inspektion, Vitalitätsprüfung, Sondierung. Bei zervikaler Resorption manchmal sichtbar als rosa Verfärbung des Zahnhalses.
3D-Bildgebung zeigt Art, Lage und Ausdehnung der Resorption — und damit die Erhaltungsmöglichkeit. Bei jeder Resorption Pflicht.
Je nach Art: orthograd (durch den Zahn), chirurgisch (Zugang von außen) oder kombiniert. Wir besprechen Optionen offen.
Mikroskopische Entfernung des Resorptionsgewebes. Bei interner Resorption durch Wurzelkanal, bei ECR durch Schleimhautlappen.
Biokeramische Materialien dichten den Defekt dauerhaft ab und sind körperverträglich. Sie unterstützen die Geweberegeneration.
Bei interner Resorption ist die Wurzelfüllung Teil der Therapie. Bei externer Resorption nur, wenn Pulpa beteiligt.
Aufbaufüllung oder Krone — Sicherung gegen erneute Bakterienpenetration.
Resorptionen können nach Behandlung wieder beginnen — Kontrollen nach 3, 6 und 12 Monaten radiologisch.
Bei früher Diagnose und gezielter Therapie — abhängig von Art und Stadium.
Resorptionen sind ohne DVT oft nicht korrekt zu beurteilen.
Frühe Behandlung verbessert die Erhaltungschancen erheblich.
Die Behandlung von Resorptionen ist komplex und wird in der Regel als Privatleistung berechnet. Der Aufwand variiert deutlich je nach Art und Lage.
Wir erstellen vor Behandlungsbeginn einen transparenten schriftlichen Kostenvoranschlag.
Die häufigsten Fragen unserer Patienten — direkt beantwortet.
Ein pathologischer Abbau von Zahnhartsubstanz an der Wurzel. Spezialisierte Zellen (Klastenzellen) lösen Dentin und Zement auf — entweder von innen (interne Resorption) oder von außen (externe Resorption).
Häufige Ursachen: Trauma, kieferorthopädische Behandlung, internes Bleaching ohne Schutz, chronische Entzündung, idiopathisch.
Meist nein. Resorptionen verlaufen über Monate bis Jahre symptomlos. Schmerzen treten erst auf, wenn die Resorption die Pulpa erreicht oder wenn eine sekundäre Infektion entstanden ist. Genau das macht sie tückisch — sie werden oft zufällig im Röntgenbild entdeckt.
Resorptionen werden meist als Zufallsbefund im 2D-Röntgen entdeckt. Zur Beurteilung von Art, Ausdehnung, Lage und Therapieoptionen ist fast immer ein DVT (3D-Röntgen) erforderlich.
Bei früher Diagnose und gezielter Therapie kann der Zahn in vielen Fällen erhalten werden. Entscheidend sind Art, Ausdehnung und Zeitpunkt der Behandlung. Bei fortgeschrittener ankylosierender Ersatzresorption (vor allem nach Replantation) ist der Erhalt langfristig oft nicht möglich.
Wir entfernen mikroskopisch das Resorptionsgewebe (die aktiven Klastenzellen) und versiegeln den Defekt mit MTA oder biokeramischem Material. Damit ist der Prozess unterbrochen — die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs sinkt deutlich.
Resorptionen können in seltenen Fällen wieder aktiv werden. Daher: engmaschige radiologische Kontrolle nach 3, 6 und 12 Monaten — bei stabilem Befund anschließend jährlich.
Nein. Sie können direkt einen Termin vereinbaren. Bringen Sie aktuelle Röntgenbilder mit, das beschleunigt die Diagnostik.
Resorptionstherapie ist oft Teil eines größeren Behandlungspakets.
Bei jeder Resorption Pflicht — präzise Beurteilung.
Mehr erfahren ReparaturWenn die Resorption bereits die Wurzelwand durchbrochen hat.
Mehr erfahren ChirurgieBei apikaler entzündlicher Resorption mit großer Läsion.
Mehr erfahren RevisionBei interner Resorption: oft mit kompletter Revision verbunden.
Mehr erfahrenBringen Sie Röntgenbilder mit. DVT-Diagnostik direkt in der Praxis.